Leichte Sprache

Bewertung

So haben wir getestet

Inhalt

Lernen

Gestaltung

Sicherheit und Kosten

 

Erstes Schreiben, erstes Lesen

Über die App

Nachspuren, Zuordnen, Schreiben

Wie spuren sich die Buchstaben des Alphabets? Aus welchen Lauten setzen sich Wörter zusammen? Und wie gelingt das freie Schreiben mithilfe der Anlauttabelle? Durch diese drei Lernbereiche können sich eure Kinder in der App bewegen. Alle Buchstaben und Wörter basieren auf Tieren.

Enthält:

• 3 Aufgabenbereiche: Buchstaben nachspuren, Wörter zusammensetzen, freies Schreiben

Mehr über die App Weniger anzeigen

Unser Fazit

App zur Buchstabeneinführung mit einigen Unstimmigkeiten

Die App bietet sich unterstützend bei der Buchstabeneinführung an und punktet durch die Kinderstimme. Sie ist einfach gestaltet, alle Anlautbilder bestehen aus Schleichtieren, dadurch ist die Werbung sehr offensichtlich. Zwar zeigt die App eine gute Basis, weist im Detail aber leider einige fachliche Fehler und Unstimmigkeiten auf. Eure Kinder können sie dank der eingesprochenen Anweisungen allein nutzen oder ihr setzt sie zur gezielten Förderung erster Schriftsprachkompetenzen ein bzw. in der Freiarbeit.

Drei Aufgabenbereiche
Das Hauptmenü selbst ist übersichtlich gestaltet. Am besten besprecht ihr vorab mit euren Kindern die verschiedenen Tasten, damit sie sich im weiteren Verlauf zurechtfinden. Bei der ersten Aufgabe „Nachspuren“ wird die Schreibrichtung deutlich vorgemacht und Buchstaben werden im Zusammenhang mit einem Anlautbild vermittelt. Allerdings ist das Nachspuren schlecht programmiert und funktioniert nicht immer zuverlässig: Falsche Richtungen werden nicht erkannt, und manchmal erkennt die App das Nachgefahrene nicht richtig, sodass kein positives Feedback ertönt. Die zweite Aufgabe „Schreiben nach Gehör“ ist etwas besser, denn das Wort wird deutlich vorgesprochen und es gibt ein passendes Bild dazu. Aber: Auch nach drei Fehlern folgt kein korrektives Feedback und Hilfestellungen wie langsameres Vorlesen bekommen eure Kinder auch nicht. Das könnte etwas frustrierend sein. In der dritten Aufgabe sollen eure Kinder das freie Schreiben nach der Anlauttabelle üben. Hier werden die Wörter zum Teil undeutlich ausgesprochen, positives Feedback bleibt hier gänzlich aus. Ihr könnt das Bild noch mal hinzunehmen, um das Leseverständnis zu unterstützen. Eure Kinder haben unbegrenzte Möglichkeiten, zur Lösung zu kommen. Mit Klick auf das Auge können sie sich die Lösung jederzeit anzeigen lassen, was zum Schummeln verführen kann. Unklar ist, wie ihr bereits platzierte Buchstaben wieder entfernen könnt. Im Anschluss an das Schreiben werden eure Kinder aufgefordert, die Wörter erneut zu lesen.

Hier ist Verbesserungsbedarf
Grundsätzlich arbeitet die App mit den Buchstabenlauten. Im Nachspur-Alphabet fehlen die Buchstaben C, Qu, V, X und Y, diese sind nur in der gesamten Ansicht zu sehen und von dort anwählbar. Bei diesen Buchstaben fehlen auch die Anlauttiere, vermutlich gibt es keine Schleichtiere, die mit diesen Buchstaben anfangen. In der Gesamtauswahl der Buchstaben werden die Buchstaben teilweise nicht lautierend ausgesprochen, z. B. Zet, statt Z wie „Zebra“, oder Ku (hinter dem Q fehlt auch das u), Vau, Iks, Ypsilon. Der Laut chs wird mit „Dachs“ gezeigt, in jeder Anlauttabelle wird ch aber wie „Milch“ und „Dach“ benutzt. Beim Schreiben werden oft keine lautgetreuen Wörter benutzt. Der Laut ng wird als zwei Laute, nämlich n und g genutzt, um ein Wort zu schreiben. Wörter wie „Geländewagen“, „Bison“ oder „Antilope“ sind für Leseanfängerinnen und -anfänger nicht besonders geeignet. Ihr müsst also an einigen Stellen helfen, da die verwendeten Anlautbilder möglicherweise unbekannt sind. Ihr findet keine Informationen zum Lernstand und es gibt keine Möglichkeit, den Schwierigkeitsgrad anzupassen.

Ihr müsst beim Einsatz der App unterstützen
Die App ist für viele Kinder im Grundschulbereich sicherlich geeignet, für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf könnten die unbekannten Anlautbilder, die Navigation und die zum Teil grellen Buchstaben verwirrend sein. Wenn ihr die App zur gezielten Förderung von Buchstabenkenntnis und ersten Schreibfähigkeiten einsetzt, ist es empfehlenswert, dass eure Kinder Buchstaben bereits in der Grundschule lernen. Alternativ solltet ihr als erwachsene Bezugsperson die Inhalte der App vertiefend einordnen und wegen der kleinen Programmierungsschwierigkeiten bei der Handhabung unterstützten.

Im Elternteil wird euch erklärt, wie die App arbeitet. Genannt ist dort das Prinzip „Lesen durch Schreiben“. Das geht allerdings auf den Reformpädagogen Jürgen Reichen zurück und hat mit dem, was die App vermittelt, nichts zu tun.

Hier geht es zur vollständigen Bewertung Weniger anzeigen

Weitere Infos

Anbieter

urbn; pockets

Preis ab

3,49 €

Alterseinstufung lt. Anbieter

Ab 4 Jahre

Alterseinstufung lt. Gremium

Ab 3 Jahre

Geprüfte Version

2.5.1 (iOS)

Verfügbar für

iOS

Nutzbar für Version

iPadOS 8.0 oder neuer

Kompetenz

Zuhören, Leseflüssigkeit, Textverständnis, Förderung von schriftlichen Vorläuferfähigkeiten (Buchstabenkenntnisse, Buchstabenformen), Schreib- und Rechtschreibleistungen, Sprachbewusstheit, Wortschatzerweiterung

Thema

Alltagsthemen, Tiere

Die App beinhaltet Werbung

ja

Offline-Nutzbarkeit

ja

Mehrsprachigkeit

nein

Spielermodus

Einzelnutzer